JAV-Wahlen 2026

Am 6. Mai 2026 habt ihr die Möglichkeit drei verschiedene Gremien zu wählen.

Zum einen wählt ihr die örtliche JAV, welche sich um die persönlichen und allgemeinen Probleme, die das Amt betreffen, kümmern.

Die nächst höhere Gremienvertretung ist die Gesamt- JAV (GJAV). Sie wird zuständig, wenn mindestens zwei Ämter übergreifend dieselben Probleme haben. Zumeist handelt es sich hier um Themen rund um das Aus- und Fortbildungszentrum Königs Wusterhausen. Die GJAV steht im regelmäßigen Kontakt mit der Senatsverwaltung für Finanzen und der Leitungsebene des AFZ KW.

Noch eine Ebene höher ist die DSTG unter dem Namen der Dachgewerkschaft dem „dbb beamtenbund und tarifunion berlin“ vertreten und stellt damit die Vertreterinnen und Vertreter für die Haupt- JAV (HJAV). Die HJAV kümmert sich um Sachverhalte, die mehrere Verwaltungen betreffen. Dies können beispielsweise Rahmendienstvereinbarungen sein.

In allen drei Gremien sind wir bisher stark vertreten und wünschen uns, mit eurer Hilfe diese Ergebnisse weiter auszubauen, um eure Belange weiterhin optimal vertreten zu können.

Eure DSTG Jugend Berlin

v.l.n.r. Luca Schmidt, Konstantin Wiederkehr, Luisa Marinkovic, Catalina Lachenmeir, Maximilian Hundsdörfer, Anne-Cathrin Horak, Jirawat Wierzbicki, Gabriela Mijatovic, Julia Last, Janik Friebe, Maximilian Häger, Laura Bauschke

Unsere Habenseite - Was wir in den letzten zwei Jahren erreicht haben

In den vergangenen zwei Jahren konnten wir zahlreiche Erfolge und wichtige Teilerfolge für euch Anwärterinnen und Anwärter erreichen.

Ein zentrales Thema war für uns die Wohnraumsituation in Königs Wusterhausen. Hier sind wir unserer Forderung ein Stück näher gekommen: Der Berliner Senat hat eine Wirtschaftlichkeitsanalyse zu einem Grundstück in Königs Wusterhausen angeregt, um neue Möglichkeiten für Campus-Wohnungen zu prüfen. Darüber hinaus hat die Senatsverwaltung für Finanzen gemeinsam mit der Berlinovo ein wichtiges Konzept entwickelt: Steuer-und Finanzanwärter und -anwärterinnen können für die gesamte Dauer ihrer Ausbildung vergünstigte Mietwohnungen erhalten. Auch wenn diese Lösung noch nicht vollständig unserer ursprünglichen Forderung entspricht, ist sie ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Außerdem wurde vor kurzem ein vergünstigtes VBB-Deutschlandticket für Azubis beschlossen, dass vom Berliner Senat bezuschusst wird. Wichtig dabei ist, dass nun auch die Steueranwärterinnen und Steueranwärter profitieren, die bisher keine vergünstigte Fahrkarte zum Ausbildungsstandort, sondern nur im Tarifgebiet AB erhalten haben. Dies war für uns ein nicht tragbarer Umstand. Ab dem 1. Juni soll dies angeboten werden und bietet einen neuen finanziellen Anreiz für Berliner Anwärter und Anwärterinnen.

Ein weiterer Fortschritt betrifft die fachtheoretische Ausbildung in Berlin. Die Finanzschule wurde umfassend saniert und modernisiert. Es entstanden neue Klassenräume mit dem AFZ KW vergleichbarem Standard. Damit könnte künftig eine gleichwertige Ausbildung gewährleistet werden. Die Eröffnung der Landesfinanzschule für Anwärterinnen und Anwärter der Laufbahngruppe 1.2 ist voraussichtlich für den Einstellungsjahrgang 2027 geplant. Zur Finanzschule gehört auch der große Saal, der ebenfalls vollständig saniert wurde. Dieser wird nicht nur für Ernennungsveranstaltungen genutzt, sondern dient auch als Prüfungsstandort für schriftliche Klausuren – und genau diese Forderung wurde bereits erfolgreich umgesetzt.

Auch im Bereich des E-Learning gab es Fortschritte. In der Laufbahngruppe 1.2 findet E-Learning derzeit zwar grundsätzlich noch nicht statt, was wir weiterhin als kritisch betrachten. Dennoch besteht inzwischen die Möglichkeit, in besonderen Situationen kurzfristig digitale Lehrformate einzusetzen. in der Laufbahngruppe 2.1 ist man hier bereits weiter: Je nach Semester gibt es feste E-Learning-Tage, ein Modell, dem wir grundsätzlich sehr offen gegenüberstehen, da hier eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreicht werden kann.

Positiv entwickelt hat sich auch der Austausch mit dem AFZ in Königs Wusterhausen. Der GJAV-Vorstand führte in den letzten zwei Jahren quartalsweise einen regelmäßigen Austausch mit Herrn Gebauer, dem Leiter des AFZ KW. Zusätzlich wurde an diesen Tagen eine GJAV-Sprechstunde eingeführt, um noch näher für die Anliegen der Anwärterinnen und Anwärter vor Ort zu sein. 

Und auch einen kleineren, aber wichtigen Erfolg konnten wir erreichen: Anwärterinnen und Anwärter, die in der Zwischenprüfung nicht bestanden haben, erhalten nun zeitnah Einsicht in die Klausuren. Dadurch kann auf fehlende Punkte überprüft werden und eine gezielte Vorbereitung auf die Wiederholungsprüfungen erfolgen.

Ein besonders wichtiger Erfolg betrifft die ZSU: Aufgrund der Berliner Besonderheit mit physischen als auch Körperschafts-Ämtern unterscheiden sich die praktischen Ausbildungsinhalte teilweise deutlich. Im vergangenen Jahr wurden daher die Lernpläne der ZSU angepasst. Heute gibt es eigene Lehrpläne für physische Ämter, Kö-Ämter sowie für FA BI – ein großer Fortschritt für eine praxisgerechtere Ausbildung

Kurzfristig konnten wir auch erreichen, dass die Entlassungsverfahren im Rahmen der Mai-Ausschreibungen im E2025 verhindert wurden. Die Anwärter und Anwärterinnen wurden zum Ausbildungsbeginn noch nicht amtsärztlich untersucht. Für einige von ihnen sollte die Karriere in der Berliner Finanzverwaltung deshalb nun – ein halbes Jahr nach Einstellung – enden. Wir fanden dies nicht gerechtfertigt, da zur Verbeamtung auf Probe eine erneute Überprüfung erfolgen kann. Zum Glück haben die betreffenden Personen eine Rücknahme des Verfahrens erhalten.

Das Soll für die nächsten zwei Jahre: Unsere Forderungen für Euch!

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten wissen aus erster Hand, wo der Schuh drückt und wo sich etwas verbessern muss. Deshalb verbinden wir hier unsere Forderungen direkt mit den Menschen, die sich dafür einsetzen wollen. Denn gute Ideen gehören nicht in die Akte – sondern auf die Habenseite unserer gemeinsamen Zukunft.

Anne-Cathrin Horak

Finanzamt Marzahn-Hellersdorf

Arbeitsbereich: Rechtsbehelfsstelle

Hobbys: mit meiner Hündin unterwegs sein

Die schriftlichen Aufsichtsarbeiten und Laufbahnprüfungen machen prozentual den größten Teil der Abschlussnote aus. Diese Drucksituation verschärft sich zusätzlich noch durch den Aufbau der Klausurenphase. Teilweise 4 Klausuren á 3 bzw. 5 Stunden in einer Woche oder Klausuren direkt nach dem Pflichturlaub sind dieser Wichtigkeit nicht angemessen.

Die DSTG Jugend Berlin fordert eine spürbare Entzerrung der Klausurplanung sowie eine angemessene Anpassung von Umfang und Dauer der Prüfungsleistungen im Rahmen der Ausbildung. Konkret ist sicherzustellen, dass zwischen zwei Klausuren grundsätzlich mindestens ein voller Tag Pause liegt, um eine faire Vorbereitung und ausreichende Regeneration zu ermöglichen. Die derzeitige Ballung mehrerer anspruchsvoller Prüfungen an aufeinanderfolgenden Tagen führt zu einer erheblichen physischen und psychischen Belastung und beeinträchtigt die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Prüflinge.

Darüber hinaus ist eine Verkürzung der Bearbeitungszeiten sowie eine inhaltliche Straffung der Klausuren erforderlich. Prüfungen müssen sich auf die wesentlichen Kernkompetenzen konzentrieren und dürfen nicht durch übermäßige Stofffülle oder unverhältnismäßige zeitliche Anforderungen künstlich erschwert werden. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Klausuren einen erheblichen Anteil an der Gesamtnote ausmachen, bedarf es fairer, transparenter und gesundheitsverträglicher Prüfungsbedingungen. Ziel ist eine qualitativ hochwertige, praxisnahe Ausbildung, die Leistungsfähigkeit realistisch abbildet, ohne Nachwuchskräfte durch unnötige Verdichtung der Prüfungsphase über Gebühr zu belasten.

Maximilian Hundsdörfer

Finanzamt Tempelhof

Arbeitsbereich: F/E-Platz

Hobbys: Rennrad fahren, Eishockey, Reisen

Für Max sind die Abschlussfeiern in KW ein besonderes Anliegen. Wie auch bei seiner Diplomierungsfeier in 2024 finden diese immer im Mehrzwecksaal im Hörsaalgebäude des AFZ statt. Dabei werden die Absolventen aller drei Bundesländer zusammen geehrt. Dies ist grundsätzlich ein schöner Anlass, jedoch sind die Plätze stark begrenzt, sodass Angehörige der Veranstaltung nicht beiwohnen können.

Max fordert daher „Wir brauchen eine eigene Abschlussfeier für Berliner Absolventen! Die Anwärter und Anwärterinnen haben es sich nach der harten Arbeit verdient, dass ihre Angehörigen und natürlich auch die Ausbilder dabei sein dürfen. Dies zeigt Wertschätzung des Dienstherrn für die Leistung und sorgt nicht für den Frust, den viele vergangene Absolventen erlebt haben.“

Wir fordern daher eine eigene Zeugnisvergabe bzw. Diplomierungsfeier für Berliner Absolventen.

Catalina Lachenmeir

Finanzamt Neukölln

Arbeitsbereich: Bewertungsstelle

FunFact/Hobbys: Mein Name ist Programm 😉 immer gut gelaunt und ein Lächeln auf den Lippen. Ansonsten bin ich gerne in der Natur aktiv unterwegs ob auf Reisen oder beim Pferd.

Die Verwaltungsvereinbarung über die gemeinsame Ausbildung der Berliner Anwärter und Anwärterinnen mit Brandenburg und Sachsen-Anhalt in Königs Wusterhausen ist ein gutes Konzept, wird jedoch aus Sicht der DSTG Jugend Berlin nicht zufriedenstellend umgesetzt. KW ist standorttechnisch für viele Anwärter und Anwärterinnen unattraktiv und eine Beteiligung der Berliner Gremien bzw. SenFin erfolgt wenig bis gar nicht.

Wir fordern daher perspektivisch die Eröffnung einer eigenen Finanzschule bzw. Fachhochschule für Finanzen und damit Rückholung der theoretischen Ausbildung nach Berlin. Daraus würde sich eine wesentlich bessere Kontrolle über Ausbildungsinhalte und Anbindung an die Berliner Finanzverwaltung ergeben. Darüber hinaus steigert sich die Attraktivität durch eine bessere Anbindung des Standorts und damit insgesamt Verbesserung der Ausbildungsqualität.

Gabriela Mijatovic

Finanzamt für Fahndung und Strafsachen

Arbeitsbereich: Steufa/Außendienst

Hobbys: Mein größtes Hobby ist das Reisen. Durch die Vielzahl von Ländern und ihrer Individualität lernt man nie aus.

Die Laufbahngruppe 1.2 bildet das Fundament der Berliner Finanzämter. Mit der Anhebung des Einstiegsamts von A6 auf A7 wurde ein lang überfälliger Schritt zur Wertschätzung der Kollegen vollzogen. Damit ist die Entwicklung erstmal zum Stehen gekommen. Im Amt wird den fertig ausgelernten Steuerobersekretären direkt klar gemacht, dass die Weiterentwicklungsmöglichkeiten begrenzt sind und bereits die erste Beförderung auf A8 lang auf sich warten lassen kann. Im Gegensatz dazu ist die Beförderung von A9 auf A10 in Laufbahngruppe 2.1 direkt nach dem Ende der Probezeit Gang und Gebe. Der Laufbahngruppe 1.2 fehlen die Perspektiven!

Wir fordern die Schaffung von mehr Weiterqualifizierungsmöglichkeiten in den Einsatzgebieten der Finanzämter und die Anhebung des Endamtes auf A10. Viele Stellen, wie IT, Vollstreckung oder die Tätigkeit in SenFin sind als Einsatzgebiete geeignet. Insbesondere im Rahmen der anstehenden Umstrukturierungen bestehen aussichtsreiche Möglichkeiten ein diverseres Stellenportfolio zu schaffen und der Laufbahngruppe 1.2 damit mehr Anreize zu schaffen.

Laura Bauschke

Finanzamt Berlin International

Arbeitsbereich: F/E-Platz

Hobbys: Lesen, Gaming und Reisen

Lieblingsinterpreten: Taylor Swift, Ado

FunFact: Letztes Jahr war ich für einen Monat in Japan.

Derzeit werden Berliner Anwärter*innen nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung juristisch gesehen entlassen und dann wieder neu eingestellt. Daraus ergeben sich mehrere rechtliche Probleme wie der Verlust des anteiligen Resturlaubs oder der Wegfall des Versetzungsschutzes für Personalratsmitglieder (JAV). Andere Bundesländer wie Sachsen-Anhalt sind dahingehend schon wesentlich weiter.

Berlin muss nachziehen! Es ist unverständlich, dass in einem praktisch durchgehenden Dienstverhältnis unter demselben Dienstherrn eine solche Trennung vorgenommen wird. Insbesondere der Verfall des Urlaubs ist für Personen, die diesen zum Ende des Jahres noch benötigen ein erheblicher Einschnitt.

Wir fordern die Abschaffung der juristischen Sekunde zum Ausbildungsende!

Konstantin Wiederkehr

Finanzamt Mitte/Tiergarten

Arbeitsbereich: F/E-Platz

Hobbys: sehr simpel, zocken

Lieblingsinterpret: Michael Jackson

FunFact: Habe im selben Amt ein Praktikum und die Ausbildung gemacht, danach wurde ich auch direkt dort eingesetzt. Mi/Ti 4 life 😀

Aus Erfahrung derzeitiger und früherer Anwärter*innen finden meistens vor Klausurenphasen die IABV bzw. ZSU-Stunden in KW statt. Damit gehen wichtige Stunden für Wiederholungen und Vorbereitung verloren. Darüber hinaus werden die gelernten Inhalte bis zur Praxisphase meist wieder vergessen bzw. Dort ohnehin nochmal behandelt. Darum muss dringend eine Umstrukturierung stattfinden.

Die IABV-Stunden sollten gekoppelt an die jeweiligen Unterrichtsfächer stattfinden, um eine bessere Angliederung zu erreichen.

Ebenso sinnvoll, wäre die vollständige Unterrichtung im Amt da so die Dopplung wegfallen würde. Die frei gewordenen Stunden würden mit Klausurvorbereitung zur wesentlichen Verbesserung der Ausbildungsergebnisse führen.

Jirawat "Jira" Wierzbicki

Finanzamt Berlin International

Arbeitsbereich: F/E-Platz Onlinehandel

Hobbys: Schach spielen und die Sonne genießen 🙂

Absolvent*innen mit 11 oder mehr Punkten (Note 2) in der Abschlussnote haben viel Zeit und Energie in die zwei bzw. drei Jahre der theoretischen Ausbildung investiert. Dieses Engagement findet jedoch kaum Anerkennung. Weder eine bevorzugte Verteilung auf die Wunschämter, noch andere Leistungsanreize stehen dem gegenüber. Dabei bestehen derzeit mit einer möglichen Probezeitverkürzung oder einer Beförderung noch in der Probezeit gute Möglichkeiten zur Anerkennung dieser Leistungen zur Verfügung.

Wir fordern, die Leistungen von guten Absolventen und Absolventinnen zu honorieren und diese insbesondere für eine Beförderung in der Probezeit in Betracht zu ziehen. Die Möglichkeit einer frühzeitigen Beförderung dient dabei nicht nur der individuellen Wertschätzung, sondern ist ein entscheidendes Instrument im Wettbewerb um qualifizierte Nachwuchskräfte. In Zeiten des Fachkräftemangels kann es sich die Verwaltung nicht leisten, Top-Absolventen und Absolventinnen durch starre Strukturen zu demotivieren und damit das Risiko einzugehen, diese an die freie Wirtschaft zu verlieren.

Julia Last

Finanzamt Pankow-Weißensee

Arbeitsbereich: Finanzanwärterin

Hobbys: Sport von Yoga über Tabata bis Stand-up-Paddling, dazu Lesen und alles, was kreativ ist

FunFact: Duales Studium mit Mitte 40- Man braucht Mut und viel Kaffee. Ich habe gemerkt, wie wichtig Unterstützung ist. Für die nächsten Anwärterjahrgänge möchte ich genau das sein. Ich glaube fest daran, dass man für gute Entscheidungen nie zu alt ist – für Tabata übrigens auch nicht. 😉

Die theoretische Ausbildung muss den Sprung ins 21. Jahrhundert vollziehen. Streiks, familiäre Verhinderungen oder Wetterereignisse erschweren teilweise die Anwesenheit im Lehrsaal erheblich. Mit Ilias steht eine Plattform für die digitale Lehre zur Verfügung und in der FHF wird bereits an festen Tagen Fernunterricht durchgeführt.

Wir fordern eine Einrichtung von flexiblem E-Learning für beide Laufbahngruppen. Theoretische Inhalte, wie Vorlesungen und Übungseinheiten müssen flexibel via Livestream oder Aufnahme verfügbar sein. Damit könnte z. B. bei Krankheit des Kindes am Unterricht teilgenommen werden. Unter anderem könnte auch eine verbesserte Nachbereitung des Unterrichts gewährleistet werden.

Der Online-Unterricht soll dabei keineswegs den Frontalunterricht ersetzen, sondern vielmehr ergänzend wirken. Wir sind der Meinung, dass die Kernthemen in Präsenz weiterhin besser vermittelt werden können.

Janik Friebe

Finanzamt Mitte/Tiergarten

Arbeitsbereich: Finanzanwärter

Hobbys: Fußball, Darts (sowohl spielen, als auch schauen), Videospiele

Lieblingsinterpret: Luciano (generell höre ich viel Hip-Hop und Deutschrap)

FunFact: Immer wenn ich über meinen Lieblingsinterpreten nachdenke fallen mir ganz viele andere ein; Nachts habe ich meistens die besten Ideen…

Berliner Anwärter*innen werden seit Jahren auf dem Campus benachteiligt. Insbesondere bei der Verteilung der Wohnheimplätze haben sie gegenüber der Brandenburger und Sachsen-Anhaltiner das Nachsehen. Auch sind die Mieten für sie wesentlich teurer. Zudem liegt eine Zahlung von Trennungsgeld in weiter Ferne. Für Anwärter undAnwärterinnen aus dem Norden Berlins bzw. dem Speckgürtel verringert sich daher die Attraktivität der Ausbildung/ des Studiums enorm.

Wir fordern die Schaffung eines garantierten Kontingents an Wohnheimplätzen und die Angleichung der Miete an die anderen Bundesländer. Die Qualität der Ausbildung darf nicht unter einer weiten Anreise mit Auto oder ÖPNV leiden. Durch den Wegfall des Fahrtwegs entsteht mehr Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts sowie für eigenständiges Lernen. Dies führt unmittelbar zu einer höheren Lernqualität und steigert nachhaltig die Qualität der gesamten Ausbildung. Eine Unterbringung auf dem Campus bzw. Camouflage ist daher nicht nur eine soziale Frage, sondern auch ein entscheidender Faktor für den Ausbildungserfolg.

Auch eine flexible Gestellung von Wohnheimplätzen für kurze Phasen wie z. B. Laufbahnprüfungen sollte möglich gemacht werden.

Maximilian Häger

Finanzamt Pankow/Weißensee

Arbeitsbereich: Finanzanwärter

Hobbys: Lesen, Schreiben, Fotografie

Lieblingsinterpret: Lesen, Schreiben, Fotografie

FunFact: Ich hab ein Gedächtnis wie ein Sieb und habe trotzdem immer Trivia an der Hand.

Die mündliche Prüfung stellt den letzten Schritt auf dem Weg zum Finanzwirt/Dipl. Finanzwirt dar und geht mit 20%/15% in die Gesamtnote ein. Entsprechend der Wichtigkeit dieser Prüfung müssen allen Anwärtern und Anwärterinnen die gleichen Voraussetzungen geboten werden. Derzeit sind die Anwärter und Anwärterinnen jedoch auf Glück angewiesen: In einigen Ämtern werden Prüfungssimulationen durchgeführt und Freistellungen für mehrere Tage vor der Prüfung gewährt. In anderen Ämtern haben die Anwärter und Anwärterinnen keine solchen Bedingungen und damit auch in der mündlichen Prüfung das Nachsehen.

Wir fordern einheitliche Standards und damit Prüfungssimulationen in allen Ämtern sowie Freistellungen von mindestens 2 Arbeitstagen vor der mündlichen Prüfung.

Luca Schmidt

Finanzamt für Fahndung und Strafsachen

Arbeitsbereich: BuStra

Hobbys: Motorradfahren und Jiu-Jitsu

Die Ausbilder und Ausbilderinnen in den Berliner Finanzämter leisten flächendeckend gute Arbeit. Doch auch sie kommen irgendwo an ihre Grenzen. Derzeit erhalten sie zwar Schulungen und Anleitung zum Umgang mit Anwärtern und Anwärterinnen, diese bereiten aber nicht auf Fälle von Anwärtern mit besonderen Bedürfnissen oder erhöhtem Ausbildungsbedarf vor. Für diese bleibt meist wenig Zeit, wodurch einerseits der Ausbildungsbedarf der Anwärter und Anwärterinnen nicht gedeckt werden kann und andererseits die Ausbilder und Ausbilderinnen an ihre Belastungsgrenze kommen.

Wir fordern regelmäßige und umfassendere Schulungen auf didaktischer und pädagogischer Ebene für Ausbilder und Ausbilderinnen. Insbesondere der Umgang mit benachteiligten Anwärtern und Anwärterinnen soll geschult werden. Möglich wäre auch die Bereitstellung zusätzlicher Ausbilder und Ausbilderinnen in solchen Fällen.

In diesem Zuge sollten Ausbilderscheine mit entsprechenden Zulagen eingeführt werden, um den Standard der praktischen Ausbildung auf einen höheren Stand zu bringen.

Luisa Marinkovic

Finanzamt Neukölln

Arbeitsbereich: Rechtsbehelfsstelle

Hobbys: Reisen, Fitness

Derzeit liegt der Fokus der theoretischen Ausbildung darauf, die Anwärter*innen auf jeden rechtlichen Spezialfall vorzubereiten. Ausgelernt sollen sie Experten auf allen Gebieten des Steuerrechts sein.

Die Realität im Finanzamt sieht jedoch meistens anders aus. Die gelernten Inhalte kommen nur selten bis gar nicht in der berufspraktischen Anwendung vor und geraten nach einiger Zeit bereits in Vergessenheit.

Wir fordern einen zielgerichteten Lehrplan, der sich näher an der Praxis orientiert und die Anwärter und Anwärterinnen in den Kernthemen vorbereitet. Spezialfälle sollten Teil der Fortbildungsinhalte nach dem Abschluss bzw. Der eigenen Weiterqualifizierung für höhere Stellen sein. Weniger ist manchmal auch mehr. Auch der Stellenwert von KI wird sich in Zukunft enorm steigern und sollte daher in die Lehre mit aufgenommen werden.

Unsere Forderungen sind formuliert - jetzt liegt die Entscheidung bei euch.

Habt ihr Fragen zu uns oder unseren Forderungen? Dann schaut doch gerne auf unserem Instagram-Kanal @dstg_berlin vorbei, seht euch die Beiträge zu unserer Arbeit an und schreibt uns eure Fragen als Nachricht.

Wer darf wählen?

ALLE Personen im Vorbereitungsdienst, egal welchen Alters, dürfen ihre Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) dürfen wählen.

Die bisher geltende Höchstaltersgrenze von 27 Jahren wurde auf Wirken der DSTG Berlin abgeschafft. Dies ist ein großer Erfolg. Denn unsere Themen betreffen euch eben gemeinsam, unabhängig vom Alter. Nun haben es alle von euch in der Hand, wer euch die nächsten zwei Jahre vertreten soll.